Bakterien und Antibiotika

Bakterien

sind mikroskopische einzellige Organismen, die sich durch Zellteilung vermehren (dabei teilt sich die Zelle in zwei Teile, die sich in der Folge ebenfalls teilen und zwei Zellen hervorbringen usw.). Bakterien werden auch als Mikroben oder Keime bezeichnet und der Klasse der Mikroorganismen zugeordnet. Weitere Mikroorganismen sind Viren, Hefen und Schimmelpilze.

Nicht alle Bakterien sind schädlich. Viele von ihnen sind lebenswichtig und schützen uns vor Krankheiten, da sie mit Krankheitserregern konkurrieren und ihre Anzahl limitieren. Einige Bakterien, die für den gesunden Menschen harmlos sind, können bei kranken und/oder immungeschwächten Menschen Infektionen verursachen.

Bakterien werden häufig in zwei große Kategorien unterteilt: grampositive und gramnegative Bakterien. Diese Einteilung beruht auf ihrer Reaktion auf einen chemischen Test, die so genannte Gram-Färbung. Grampositive Bakterien färben sich bei diesem Verfahren lila-schwarz, gramnegative rot.

In den vergangenen zehn Jahren haben Häufigkeit und Schwere von grampositiven Infektionen zugenommen. Diese von grampositiven Bakterien verursachten Infektionen können im Krankenhaus erworben werden (nosokomiale Infektionen) oder im normalen Alltagsleben (ambulant erworbene Infektionen). Nosokomiale Infektionen stellen ein großes öffentliches Gesundheitsproblem dar und sind für Millionen Erkrankungen und Zehntausende von Todesfällen jährlich verantwortlich.

Antibiotika

1935 wurde entdeckt, dass Sulfanilamid (Prontosil) das Wachstum von Bakterien stoppt. Mehr als 6000 Sulfanilamid-Derivate (Sulfonamide) wurden daraufhin hergestellt und auf ihre antibakteriellen Eigenschaften getestet. Mittlerweile sind die Sulfonamide jedoch teilweise von anderen Antibiotika abgelöst worden, deren erster Vertreter Penicillin war. Penicillin wurde entdeckt, nachdem der englische Forscher Alexander Fleming beobachtet hatte, dass ein natürlich vorkommender Pilz mit dem Namen Penicillium notatum (der gleiche Pilz, der auch auf schimmeligem Brot vorzufinden ist) das Wachstum von Bakterien stoppte und sie abtötete. Fleming veröffentlichte den ersten Bericht über Penicillin und seinen potenziellen Nutzen 1929 im British Journal of Experimental Pathology, stieß zu jener Zeit jedoch nur auf wenig Interesse. Es sollte mehr als 10 Jahre dauern, bis man die wahre Bedeutung seiner Entdeckung erkannte und Möglichkeiten für die Massenproduktion dieses Antibiotikums schuf.

Nach der Entdeckung und Entwicklung von Penicillin wurden viele andere Antibiotika entwickelt, darunter weitere natürliche und neue, synthetische Versionen von Penicillin. Später folgten neue Arten von Antibiotika, wie Glykopeptide und Chinolone. Heute stehen weltweit mehr als 160 unterschiedliche Antibiotika zur Verfügung.

Bevor ZYVOX?; (Linezolid als Injektion, Tablette und orale Suspension) im Jahr 2000 von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA für die Behandlung bestimmter grampositiver Infektionen zugelassen wurde, hatte es über 35 Jahre lang keine neue Klasse von Antibiotika auf dem Markt gegeben. Mittlerweile ist das von Pharmacia Corporation entwickelte Medikament ZYVOX?;/ZYVOXID?; auch in Großbritannien und einigen lateinamerikanischen und asiatischen Ländern zugelassen worden. In den kommenden Jahren wird sich seine Zulassung über viele weitere Teile der Erde erstrecken.

In Deutschland wird die Markteinführung von Linezolid unter dem Handelsnamen Zyvoxid® für den Herbst 2001 erwartet.

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