Internistenkongress 2007

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In Deutschland gibt es etwa 2-3 Millionen behandlungsbedürftige Restless Legs Syndrom (RLS)-Patienten, berichtete Prof. Dr. med. Wolfgang H. Jost, Deutsche Klinik für Diagnostik in Wiesbaden. Leider vergingen im Schnitt 16 Jahre zwischen Erkrankungsbeginn eines RLS und der Diagnosestellung. Zudem zeigt eine bundesweite Befragung in über 300 Hausarztpraxen, dass RLS-typische Symptome zwar schon 15% der 19.593 Patienten angeben. Aber während die Hälfte der Patienten eine erheblich reduzierte Schlafqualität in den Fragebögen beklagte, wollten fast zwei Drittel ihre Beschwerden beim Arzt nicht zur Sprache bringen. Dabei ist das Krankheitsbild leicht zu erkennen: Die Patienten leiden unter starkem Bewegungsdrang in den Beinen und den damit verbundenen Missempfindungen, die in Ruhe auftreten und durch Bewegung gebessert werden. Bei den meisten Patienten traten der Umfrage entsprechend solche Missempfindungen sehr häufig auf, über ein Drittel der Betroffenen litten 3-6 mal pro Woche unter den Symptomen und dies im Schnitt schon seit etwa 5 Jahren! Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, unbedingt!
Eine Behandlung mit Pramipexol (Sifrol®) ist neuerdings auch in den ärztlichen Leitlinien fest verankert. Denn sie gilt als Therapie erster Wahl bei RLS. Anhand mehrerer kontrollierter multizentrischer Studien mit Pramipexol wurde deutlich, dass der non-ergoline Dopaminagonist eine effektive, anhaltend wirksame und gut verträgliche Therapieoption darstellt. Bereits unter einer sehr geringen Dosis von Sifrol® tritt die Besserung der RLS-Symptomatik oft schon nach der ersten Nacht auf. (Quelle: Pressekonferenz „Restless Legs Syndrom - Ein Fall für Sifrol®?", Boehringer Ingelheim am 15. April 2007)

Den nächsten ‚Knüller' hält MSD SHARP & DOHME bereit: Ab sofort steht mit der Zulassung des neuen oralen Antidiabetikums Sitagliptin (JANUVIA®) steht eine neue Substanzklasse zur Therapie des Typ-2-Diabetes zur Verfügung: die Dipeptidyl-Peptidase-4 (DPP-4)-Hemmer. Durch Hemmung der DPP-4 wird die Wirkung körpereigener Inkretinhormone gesteigert. Dies führt unter anderem zu einer Stimulierung der Insulinausschüttung in der Bauchspeicheldrüse und noch zu einer Hemmung des Gegenspielers, des Glukagon. Als Zusatztherapie zu Metformin oder einem Glitazon kann Sitagliptin gegeben werden.

Fahrradunfälle: Am häufigsten Kopfverletzungen

Bei Radfahrern sind schwere Kopfverletzungen besonders dramatisch und enden oftmals sogar tödlich. Mit 54 Prozent sind die Schädel von Radfahrern ...