Alzheimer-Impfstoff bei Tierversuchen viel versprechend

Der vom Tokyo Metropolitan Institute for Neuroscience entwickelte Impfstoff verringerte die Werte der entscheidenden Amyloid-Proteine in manchen Gehirnbereichen um bis zu 50 Prozent. Anders als andere derzeit entwickelte Impfstoffe soll diese Substanz zu keinen Nebenwirkungen führen. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Es wird angenommen, dass eine Überproduktion der Amyloid-Proteine Alzheimer-Symptome durch die Bildung von Klumpen auslöst, die das Gehirn in Mitleidenschaft ziehen. Frühere Studien zeigten, dass es möglich ist, das Immunsystem von Mäusen zum Angriff auf diese Ablagerungen zu anzuregen. Voraussetzung dafür war die Immunisierung durch ein Amyloid-Protein. Dieser Ansatz wurde in ersten Versuchen an Menschen getestet. Die Immunreaktion war jedoch laut BBC zu stark und führte daher auch zu einem schädlichen Anschwellen des Gehirns. Neue Studien mit Patienten laufen derzeit.

Der neue Ansatz beruht auf der Stimulierung des Körpers kleine Mengen Amyloid-Protein selbst zu produzieren. Mäusen wurden Injektionen mit blanker DNA injiziert, die für dieses Protein kodiert. Auf den Einsatz eines Virus für den Transport in die Zelle wurde verzichtet. Die Folge ist eine sanftere Reaktion des Immunsystems. Zusätzlich wurde diese DNA so gestaltet, dass sie sich selbst durch die Integration in das menschliche Genom nicht replizieren kann. In Tests verringerte der Impfstoff die Ablagerung von Amyloid-Proteinen zwischen 15,5 und 38,5 Prozent. Die Ablagerungen in speziellen Bereichen des Gehirns wie der Großhirnrinde und dem Hippokampus gingen um 40 bis 50 Prozent zurück. Die Wissenschaftler hoffen mit DNA-Impfstoffen einen billigen und wirksamen Ansatz zur Behandlung von Alzheimer gefunden zu haben.

Flüssige Arzneimittel nicht umfüllen!

Flüssige Arzneimittel wie zum Beispiel Hustensäfte sollte man besser nicht in andere Behälter umfüllen, denn dabei kann die Sicherheit und ...