Asthma und Klima

Einfluss geographischer Faktoren auf den Krankheitsverlauf
Die seit 1998 publizierte ISAAC-Phase 1 wird in derzeit 156 Studienzentren in 56 Ländern durchgeführt und bisher wurden 721.601 Patienten erfasst. Die Teilnehmer wurden in zwei Altersklassen untergliedert:
  • 257.800 Kinder im Alter von 6 bis 7 Jahren in 91 Studienzentren aus 38 Ländern und
  • 463.801 Jugendliche in 155 Studienzentren aus 56 Ländern.
Studienzentren wurden nur dann einbezogen, wenn mindestens 3.000 Kinder und Jugendliche mit schwerem Asthma erfasst wurden, in Ausnahmefällen wurde die Grenze auf 1.000 abgesenkt (z.B. kleines Land).

Von den Eltern und größeren Kinder wurden standardisierte Fragebögen ausgefüllt, die den jeweiligen kulturellen und sprachlichen Gegebenheiten angepasst waren und die Symptome in den letzten 12 Monaten erfassten.

In allen teilnehmenden Ländern ist Asthma eine bedeutsame ärztliche Diagnose, so auch in den Ländern mit den niedrigsten Vorkommen wie: Albanien, Estland, Indonesien, Lettland und Usbekistan (1,4% bis 1,7%).

Aus den meisten englischsprachigen Ländern, aber auch aus Südamerika (Peru, Costa Rica) wurden dagegen Häufigkeiten zwischen 15,2% und 28% berichtet.

Die meisten Daten stammen aus urbanen Zentren. Dort, wo auch Daten aus dem ländlichen Bereich vorliegen (z.B. Lettland, Österreich), zeigt der Vergleich mit den Daten aus den urbanen Zentren, dass Asthma in den ländlichen Bereichen etwas weniger häufig vorkommt.

Diese Beobachtung unterstreicht die Bedeutung von Umgebungsfaktoren und unterstützt die unter experimentellen Bedingungen aufgestellte Theorie, dass zunehmendes Hygiene-Bewusstsein und "Western life style" den Kontakt des Säuglings und jungen Kleinkindes mit Infektionserregern so eingeschränkt haben, dass eine Prädisposition des Immunsystems auf atopische Reaktionen erfolgt.

In der derzeit laufenden ISAAC Phase 2 werden u.a. soziologische Daten und Umweltfaktoren erfasst.

Der therapeutische Aspekt von Klima und geografischen Faktoren hat für den Krankheitsverlauf in unseren Breiten an Bedeutung verloren. Die Schadstoffbelastungen haben in Deutschland beträchtlich abgenommen.

War noch vor 2 Jahrzehnten ein Aufenthalt in der Höhe über 1.500 m für den Milben-Asthmatiker und an der (Nord-)See für den Pollen-Asthmatiker eine der wenigen wirksamen therapeutischen Maßnahmen mit empirisch gesichertem Erfolg in Zeiten hoher Allergen-Belastung, so sind heute sicher und prompt wirksame Medikamente als Mono- oder Kombinationstherapie an ihre Stelle getreten und zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar.

Das derzeitige Krankheitsverständnis definiert das Asthma als eine - wohl genetisch veranlagte - Erkrankung mit einer chronischen Entzündung der Atemwege. Im Vordergrund steht also die langfristige anti-inflammatorische Behandlung mit first-line-Medikamenten aus der Reihe der Cromone und bei fehlender Wirkung mit topischen Steroiden.

Das Indoor-Climate ist heute wichtiger geworden als das Outdoor-Climate....

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