Alzheimer: Tipps für den Umgang mit Demenzkranken

Alzheimer - diese Diagnose löst bei Betroffenen und Angehörigen gleichermaßen Erschrecken aus. Eine verständliche Reaktion, denn die Krankheit berührt den Menschen in seinem tiefsten Innern, in seiner Persönlichkeit. Sie lässt die Vergangenheit verlöschen, zerstört die Orientierung in der Gegenwart und nimmt die Zukunft. Kein Wunder, dass die Alzheimer-Krankheit zu den gefürchtetsten Diagnosen überhaupt gehört.

Aber Angst, Unwissenheit und Panik sind keine guten Ratgeber - auch nicht bei einer so schlimmen Erkrankung. Stattdessen sollte jeder, der mit ihr zu tun hat, möglichst viel darüber wissen. Denn es gibt bis heute zwar keine Heilung, aber mit moderner Medizin und liebevoller Betreuung lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung deutlich aufhalten.

15 Tipps für den Umgang mit Demenzkranken 
  • Klare Anweisungen in einfachen, kurzen Sätzen geben
  • Ein fürsorglicher, aber zugleich bestimmter und deutlicher Umgangston sollte angestrebt werden
  • Wichtige Informationen bei Bedarf wiederholen - notfalls mehrmals
  • Konkrete Angaben wie Zeit, Datum, Ort und Namen bieten Erinnerungshilfen
  • Geduldig sein mit dem Kranken und ihm Zeit (Minuten, nicht Sekunden) für eine Reaktion oder Entgegnung geben
  • Verständnisvoll sein - auch wenn es mitunter schwer fällt
  • Sinnlose Diskussionen sollten vermieden werden. Statt auf der eigenen Meinung zu bestehen, sollte der Kranke abgelenkt werden oder der Betreuer sollte einlenken
  • Anschuldigungen und Vorwürfe besser überhören
  • Für Beständigkeit und Routine im Tagesablauf des Erkrankten sorgen
  • Einfache Regeln und feste Gewohnheiten sind für alle älteren Menschen sehr hilfreich - ganz besonders jedoch für Demenzkranke
  • Der Leistungsmaßstab, der für Gesunde gilt, kann bei Dementen nicht angewendet werden
  • Loben bringt mehr als Kritisieren. Das kann man auch bei richtigem Reagieren des Kranken durch Worte, Berühren oder Lächeln ausdrücken
  • Der Kranke braucht geistige Anregungen, die ihn nicht überfordern, und ganz besonders braucht er Gesprächspartner.
  • Begleiterkrankungen müssen rechtzeitig erkannt und behandelt werden - auch eine Aufgabe des Betreuers
  • Ganz wichtig für ältere Menschen: ausreichende Ernährung und Flüssigkeitszufuhr sowie regelmäßige Bewegung

Viele wichtige und interessante Informationen für Angehörige von Betroffenen findet man unter: http://www.zukunftsforum-demenz.de

Pflanzliche Senföle

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