Bachblüten

THEORIE

Der englische Arzt Dr. med. Edward Bach vertrat die Theorie, daß eine Krankheit, ehe sie sich im Körper zeigt, durch seelische Störungen im Denken und Fühlen aufbereitet wurde. »Da Krankheit ihrem Wesen nach das Ergebnis eines Konfliktes zwischen unserem höheren Selbst und unserer Persönlichkeit ist, wird sie sich nur durch gedankliche und spirituelle Bemühungen wirklich beseitigen lassen ... Krankheit ist weder Grausamkeit noch Strafe, sondern einzig und allein ... ein Werkzeug, dessen sie sich unseres höheren Selbsts bedient, um uns auf unsere eigenen Fehler hinzuweisen ... um uns daran zu hindern, mehr Schaden anzurichten ...«

Dr. Edward Bach behandelte seine Patienten nach »Gemütssymptomen«, indem er mit Hilfe bestimmter Blüten heilsame Schwingungen beim Patienten auslöste, und der Erfolg gab ihm recht. Er ging davon aus, daß, solange im Körper des Patienten zwischen Seele und Persönlichkeit Harmonie herrscht, dieser auch in Gesundheit und Frieden leben kann. Wird diese Harmonie durch weltliche oder andere Begierden gestört, entsteht ein Persönlichkeitskonflikt und gleichsam der Beginn einer Krankheit oder eines Übels. Der größte Fehler, den der Mensch dann machen kann, ist, dies zu ignorieren und entgegen der angestrebten Harmonie zu leben. Das, was in seiner letzten Phase als Krankheit ausbricht, hat seine Grundursache in einer tiefliegenden Störung der eigenen Ordnung. Wobei aber auch Dr. Bach erkennen mußte, daß der Zustand der Vollkommenheit derzeit auf Erden wohl nicht erreichbar ist. Trotzdem besteht kein Grund, sich vor dem Leben zu fürchten. Dr. Edward Bach war davon überzeugt, daß ein Hauptgrund für das Scheitern der Schulmedizin bei vielen Krankheiten darin liegt, daß diese nur die Auswirkungen, nicht aber deren Ursache behandelt.

Um seine Theorie nachhaltig beweisen zu können, verkaufte Edward Bach Mitte der 20 er Jahre seine gutgehende Praxis in London und zog sich nach Wales zurück, wo er 38 Pflanzen »höherer« Ordnung, die zu seinen 38 Grundmustern seelischer Zustände paßten, entdeckte. Er übertrug die in diesen Blüten konzentrierten positiven Schwingungen auf Quellwasser, reicherte dieses zur Konservierung mit der gleichen Menge Alkohol an und verdünnte es im Verhältnis 1:240. Bereits zwei Tropfen der stark verdünnten Essenz genügt, um die darin gespeicherte Energie auf die Seele des Patienten zu übertragen und negative Zustände oder psychische Konflikte zu regulieren. Seit Jahrzehnten haben sich die Bach-Blüten weltweit bewährt. Viele überzeugte Bach-Blüten-Anwender geben Ihre guten Erfahrungen an Freunde und Verwandte weiter. Auch Eltern tauschen ihre Erfahrungen hinsichtlich der Behandlung ihrer Kinder als "Geheimtipp" untereinander aus.

Wer sich einer Bachblütentherapie unterziehen möchte, sollte sich mit der Philosophie des englischen Arztes vertraut machen. Der Behandlung voraus geht in der Regel die Befragung des Patienten mit Hilfe eines ausführlichen Fragebogens. Da Bachblüten keinerlei Nebenwirkungen besitzen, ist auch eine Selbstbehandlung ohne größeres Problem durchführbar. Es muß allerdings darauf hingewiesen werden, daß die Bachblütentherapie kein Ersatz für den Psychotherapeuten ist, aber dessen Maßnahmen wirkungsvoll unterstützen kann.

HERSTELLUNG

Bachblüten können auf zwei verschiedene Methoden hergestellt werden. Sowohl bei der Sonnenmethode als auch bei der Kochmethode ist darauf zu achten, daß die Blüten bei klarem Sonnenschein in den Vormittagsstunden gepflückt werden und daß die Blüten selbst möglichst nicht berührt werden sollten. Dr. Bach empfiehlt, zum Abpflücken der Blüten ein Blatt der Pflanze zu Hilfe zu nehmen.

Sonnenmethode: In dünnwandige Glasschale möglichst frisches, nicht verunreinigtes Quellwasser füllen und dieses in die Nähe der Pflanzen in den Sonnenschein stellen. Die Oberfläche des Wassers vollständig mit unbeschädigten Blüten bedecken und ca. drei Stunden im hellen Sonnenschein stehenlassen. Nun die Blüten mit Hilfe eines Blattes entfernen und das Blütenwasser in eine sterile, zur Hälfte mit Weinbrand oder Cognac gefüllte Flasche gießen. An einem dunklen, kühlen Ort sorgfältig verschlossen aufbewahren. Bereits zwei Tropfen der Essenz, in einem kleinen Fläschchen mit Wasser aufgelöst, ergeben ein wirkungsvolles Mittel.

Nachstehende Blüten (deutsche Bezeichnung) werden mit der Sonnenmethode hergestellt:

  • Bitterer Enzian
  • Bleiwurz
  • Drüsentragendes Springkraut
  • Eiche
  • Einjähriger Knäuel
  • Eisenkraut
  • Gefleckte Gauklerblume
  • Gemeine Waldrebe
  • Gemeines Sonnenröschen
  • Heidekraut
  • Odermennig
  • Olive
  • Quellwasser
  • Roßkastanie
  • Stechginster
  • Sumpfwasserfeder
  • Tausendgüldenkraut
  • Waldrespe
  • Wegwarte
  • Weinrebe
Kochmethode: Sie wird angewendet bei all jenen Blüten, die sehr früh im Jahr blühen, wenn die Sonne noch wenig Kraft hat. Wie bei der Sonnenmethode müssen auch hier die Blüten bei klarem Sonnenschein am Vormittag gepflückt werden. Sie werden in einen rostfreien Stahlkochtopf gegeben, wobei bei der Kochmethode auch Zweige und Blätter mitverwendet werden können. Nach dem Pflücken Deckel aufsetzen und Topf möglichst ohne Unterbrechung nach Hause transportieren. Dort den Topf mit stillem Mineralwasser anfüllen, zum Kochen bringen und die Blüten mit einem von der gleichen Pflanze stammenden Zweig unter Wasser drücken, eine halbe Stunde lang kochen. Topf von der Kochstelle nehmen und im Freien abkühlen lassen. Blüten, Blätter usw. mit Hilfe eines Blattes oder Zweiges entfernen, Rest am Boden absetzen lassen. Sterile Flasche mit Weinbrand oder Cognac füllen und die abgekühlte Blütenessenz mit Hilfe eines Filterpapiers in die Flasche füllen. Wenn notwendig, kann zu einem späteren Zeitpunkt nochmals gefiltert werden. Auch hier genügen bereits zwei Tropfen aufgelöst in einer kleinen Flasche mit Wasser für die therapeutische Behandlung.

Nachstehende Blütenessenzen (deutsche Bezeichnung) werden mit der Kochmethode hergestellt:

  • Ackersenf
  • Buche
  • Edelkastanie
  • Espe/Zitterpappel
  • Geißblatt
  • Doldiger Milchstern
  • Hainbuche
  • Heckenrose
  • Holzapfel
  • Kastanienknospe
  • Kiefer
  • Kirschpflaume
  • Lärche
  • Rote Kastanie
  • Stechpalme
  • Ulme
  • Walnuß
  • Weide

Notfalltropfen (Erste-Hilfe-Mittel) Rescue

Fünf der insgesamt 38 Bachblüten können zur Ersten Hilfe verwendet werden. Zu ihnen zählen:

  • Doldiger Milchstern (Star of Bethlehem)
  • Gemeines Sonnenröschen (Rock Rose)
  • Drüsentragendes Springkraut (Impatiens)
  • Kirschpflaume (Cherry Plum)
  • Waldrebe (Clematis)

Die Notfalltropfen dienen zur Linderung von Angst und Unruhe und zur Wiedererlangung der Selbstsicherheit.
Notfalltropfen (Rescue) gibt es als fertige Essenz zu kaufen, man kann sie aber auch selbst herstellen. In eine 10-ml-Tropfflasche werden je zwei Tropfen von jeder der fünf Blütenessenzen gegeben und beispielsweise mit Weinbrand aufgefüllt. Dieses Erst-Hilfe-Mittel ist auch als Salbe erhältlich, die vor allem bei Insektenstichen sehr hilfreich sein kann.

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