Cellulite -Albtraum aller Frauen!

Pflanzen verdanken ihm ihre Standfestigkeit, und in der Erdrinde ist es das zweithäufigste Element: Die Rede ist von Silicium, einem weitgehend unbeachteten Spurenelement.

Kieselsäure - ein Edelstein für das Bindegewebe

Der gesamte Silicium-Bestand des Menschen beträgt etwa ein Gramm. Eine besonders wichtige Rolle spielt es für das Bindegewebe: Silicium kommt dort in Form von Kieselsäure vor. Es kann Eiweiße miteinander vernetzen und führt auf diese Weise zu einer straffen Struktur des Bindegewebes.

Wertvolles Vollkorngetreide

Silicium muss dem Körper regelmäßig zugeführt werden. Reichlich enthalten ist es in Hirse, Hafer, Weizen oder Kartoffeln. Da Silicium vor allem in den Randschichten des Getreidekorns sitzt, sollte man auf jeden Fall Vollkornprodukte bevorzugen.

Sehr effektiv erfolgt die Aufnahme von Silicium aus Silicium-Gel (silicea, Reformhaus), da die Kieselsäure hier in feinst verteilter Form vorliegt. Besonders gute Erfolge erzielt man mit einer Dreimonatskur oder regelmäßiger Einnahme. Aus Teeaufgüssen, Kieselerde und Heilerde kann der Körper Silicium nur sehr schlecht verwerten.

Silicium stärkt das Bindegewebe

Dellen und Wellen an Oberschenkel, Po und Bauch: Den meisten Frauen sind diese Symptome der "Orangenhaut" wohl bekannt und verhasst. Zwar ist Cellulite keine Krankheit, sondern ein rein kosmetisches Problem. Deshalb spricht man heute nicht mehr von "Zellulitis - die Endung -itis bezeichnet nämlich immer einen Entzündungsprozess - , sondern von Cellulite. Trotzdem ist die Orangenhaut für viele Frauen eine psychische Belastung: Sie schämen sich dafür - sei es im Urlaub oder im Schwimmbad.

Stark dehnbares Bindegewebe

Cellulite trifft fast nur Frauen - schätzungsweise 80 Prozent leiden daran. Ursache ist die besondere Struktur des weiblichen Bindegewebes: Es ist sehr elastisch, damit das Gewebe bei einer Schwangerschaft gut dehnbar ist. Außerdem ist die Fettschicht der Haut in bestimmten Regionen, etwa an Oberschenkel, Po und Bauch dicker als bei Männern. Der Haken bei der Sache ist: Fettzellen können sich zwischen die Fasern schieben und das Gewebe dehnen - so sehr, dass es bis nach außen hin sichtbar ist, und sich Dellen und Wellen auf der Haut zeigen.

Bei Männern ist das Bindegewebe viel stärker vernetzt; es besteht aus schrägen über Kreuz verlaufenden Kollagenfasern und vielen kleinen Fettkammern. Deshalb ist es nicht so stark dehnbar. Die Veranlagung zur Cellulite wird zwar vererbt, ausprägen kann sie sich jedoch erst, wenn verschiedene Faktoren zusammenkommen, die das Bindegewebe "aus dem Leim" gehen lassen. Dazu gehören Bewegungsmangel und falsche, zu fette Ernährung.

Das Bindegewebe braucht Silicium

Ein anderer wichtiger Faktor ist ein Mangel an Silicium. Kieselsäure, also Siliciumdioxid, ist für das Bindegewebe nämlich so wichtig wie Kalk für die Knochen. In gelöster Form ist Silicium Bestandteil des Bindegewebes. Es sorgt dort für die Vernetzung von Eiweißen - und genau das macht die Straffheit und Frische des Bindegewebes aus. Junge Menschen haben wesentlich höhere Konzentrationen an Kieselsäure im Bindegewebe als ältere.

Anders ausgedrückt: Mit Silicium läßt sich die Haut glätten. Da der Siliciumgehalt in der Nahrung stark schwankt, sind Nahrungsergänzungsmittel, die Silicium in Form von Kieselsäure enthalten, ideal für eine Straffung der Haut. Besonders gut kann der Körper Silicium aus Kieselsäure (silicea, Reformhaus) verwerten.

Schwaches Bindegewebe, Bänderschwäche, Haarausfall - Fehlt Ihnen Silicium?

Silicium sorgt für eine straffe Vernetzung der Bindegewebszellen: Es ermöglicht eine günstige Wasserbindung und lässt Eiweiß-Bausteine quellen. Fehlt es, kann es zur Bindegewebsschwäche kommen. Sichtbare Folge sind die unschönen Dellen auf der Haut.

Krank durch Siliciummangel?

Ein schwaches Bindegewebe ist aber nicht nur ein kosmetisches Problem: Auch Haarausfall, brüchige Nägel, welke Haut, Haltungsschäden, Plattfüße und Bandscheibenschwäche können mit einem Mangel an Silicium zusammenhängen.

Ebenso die Abwehrkraft gegen Infektionen: "Schwächelt" das Bindegewebe, leidet auch das Immunsystem: Silicium fördert nämlich die Bildung wichtiger Immunzellen, etwa der Phagozyten, das sind Fresszellen, die Bakterien, Viren und andere Eindringlinge vernichten.

Silicium erfüllt auch Aufgaben in anderen festen Körperstrukturen: Es ist zusammen mit Vitamin D, Phosphor und bestimmten Hormonen an der Aufnahme von Calcium aus der Nahrung beteiligt und ist daher für den Stoffwechsel und die Festigkeit von Knochen und Zähnen wichtig.

Das Spurenelement steckt vor allem in Vollkornprodukten aus Hirse oder Hafer. Und auch eine zusätzliche Einnahme von Silicium-Gel aus dem Reformhaus (silicea) kann dazu beitragen, das Bindegewebe zu stärken und zu stützen.

Kieselsäure allein glättet das Bindegewebe allerdings nicht. Will man die Cellulite in den Griff bekommen, sind Gewichtsreduktion, gesunde Ernährung und Bewegung notwendige Maßnahmen.

So bekommen Sie Cellulite in den Griff

Um Cellulite zu erkennen, gibt es einen einfachen Test: Man legt die Hände um den Oberschenkel, spreizt Daumen und Finger ab und schiebt mit gestreckten Fingern die Haut zusammen. Tauchen dann Runzeln, Dellen und Wellen auf, ist der Fall klar: Der ungebetene Gast Cellulite ist da.

Im zweiten Stadium erkennt man die Orangenhaut im Liegen oder Stehen bereits ohne Kneiftest. Sind die betroffenen Stellen druck- und schmerzempfindlich, handelt es sich um eine fortgeschrittene Cellulite, gegen die man unbedingt etwas unternehmen sollte.

Die Durchblutung fördern

Regelmäßige Bürstenmassagen und kalte Duschen helfen bei Cellulite, weil sie die Durchblutung fördern und den Lymphfluß aktivieren. Der Transport von Gewebswasser und Lymphe ist nämlich durch die Fettansammlung in den weiblichen Problemzonen behindert.

Zum Bürsten sollte man eine grobe Massagebürste mit Holznoppen benutzen. Man beginnt mit wenig Druck in Wadenhöhe und massiert über die Oberschenkel bis zur Taille herauf. Dann geht es weiter bei Po und Bauch. Hören Sie auf mit der Massage, wenn die Haut sich rötet.

Die Ernährung umstellen

Versorgen Sie den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen, vor allem mit dem Spurenelement Silicium. Es stärkt das Bindegewebe. Wer zuviel Pfunde auf die Waage bringt, sollte abnehmen - aber Vorsicht: Diäten, die schnelle Erfolge bringen, sind meist nicht von Dauer. Zügeln Sie Ihren Appetit auf Süßes und Fettes vor allem Abends, wenn der Körper weniger Energie verbraucht und leichter Fett einlagert.

Joggen, Schwimmen, Radfahren

Beginnen Sie, Sport zu treiben: Ideal sind Sportarten, die den Muskelaufbau fördern und damit der Fetteinlagerung entgegenwirken.

Ernährung und Bewegung für ein straffes Bindegewebe

Falsche Ernährung und Bewegungsmangel sind die wichtigsten Wegbereiter der Cellulite. Denn wenn Pfunde wuchern, nisten sich überschüssige Fette im Fettgewebe unter der Haut ein und drücken sich mit der Zeit bis nach außen hin sichtbar durch. Das bedeutet: Wer eine straffere Haut haben will, muss etwas dafür tun - nämlich seine Ernährung umstellen und sich mehr bewegen.

Sport strafft Haut und Seele

Regelmäßiges körperliches Training durch Gymnastik mit speziellen Übungen für Po und Beine, Jogging, Seilspringen, Schwimmen und Radfahren sind optimal, um Cellulite vorzubeugen. Wo Muskeln sind, hat Cellulite nämlich kaum eine Chance. Wichtig ist allerdings, das Bewegungsprogramm regelmäßig durchzuführen: Zehn Minuten täglich sind das Minimum.

Frisch und naturbelassen

Entscheidend ist auch eine fettarme, ausgewogene Ernährung. Auf dem Speisezettel sollten Lebensmittel stehen, die möglichst naturbelassen und reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien. sind. Orientieren kann man sich an den Grundprinzipien der Vollwerternährung: Sie empfiehlt möglichst viel frisches, unbehandeltes Obst, Gemüse und Getreide, etwa im Frischkornmüsli.

Ein wichtiger Mineralstoff für die Haut ist Kalium: Er entwässert und entlastet das Gewebe. Kaliumreich sind Obst, zum Beispiel Bananen, Trockenfrüchte und Vollkorngetreide. Auch Kartoffeln sind reich an Kalium. Zudem sättigen sie, ohne viel Kalorien zu liefern. Natürlich sollte man Kartoffeln nicht in Form von Fritten, Chips oder Kroketten essen - sie enthalten zu viel Fett. Besser sind Gerichte wie Folien- oder Pellkartoffeln.

Essen Sie fettbewußt: Fleisch und Wurst enthalten viele versteckte Fette, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. Salami, Fleischwurst & Co. schmecken zwar gut, führen aber oft zu Fettpölsterchen an Hüfte, Bauch und Oberschenkel, was Cellulite begünstigt. Natürlich geht es nicht ganz ohne Fett. Aber nehmen Sie das richtige: Vor allem pflanzliche Fette und Öle enthalten Vitamin E, das auch als Hautschutzvitamin bezeichnet wird. Besonders hohe Gehalte an Vitamin E haben Weizenkeim-, Sonnenblumernkern- und Walnußöl.

Vollkornprodukte wie Hafer, Hirse und Gerste sind wichtige Silicium-Lieferanten. Das Spurenelement ist im Bindegewebe enthalten; es stützt dessen Struktur und festigt es. Silicium-Gel aus dem Reformhaus (silicea) ist eine gute Ergänzung für die Zufuhr von Silicium.

Wer Übergewicht hat, sollte zwar abnehmen, aber nicht radikal. Besonders ältere Frauen sollten langsam abnehmen, sonst wird die Haut zusätzlich schlaff.

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