Akne - was man als Patient wissen sollte

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Neben Vorgeschichte und den Hintergründen der Hauterkrankung ist eine Inspektion der Haut entscheidend für die Wahl der Behandlung und den Erfolg der Therapie.

AkneAlter des Patienten und Zeitpunkt des Auftretens der Akne
Die Frage nach dem Alter des Patienten und dem Zeitpunkt des Auftretens der Akne wird der Arzt zu Beginn des Anamnese-Gesprächs stellen. Denn es spielt eine wichtige Rolle für die Einordnung der Hauterkrankung, wie alt ein Patient ist, wann die Akne zum ersten Mal auf-getreten ist und wie sich die Akne dann entwickelt hat: In der Mehrzahl der Fälle wird eine Pubertätsakne (Acne adolutorum) vorliegen. Es gibt jedoch auch Akne im Neugeborenen- (Acne neonatorum) oder vorpubertären Kindesalter (Acne infantum) sowie eine Akne im fort-geschrittenen Erwachsenenalter, die üblicherweise noch nach dem 25. Lebensjahr besteht (Acne tarda). Eine Akne, die sich während der Pubertät entwickelt hat, ist anders zu bewer-ten, als eine Akne, die bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt oder dann erstmals auftritt. Eine Akne, die nach dem Erstauftreten rasch schlimmer wird, erfordert eine andere Behand-lung als eine Akne, deren Entwicklung eher schleichend verläuft. Der Hautarzt hat zahlreiche Möglichkeiten Akne-Patienten individuell zu behandeln.

Familiärer Hintergrund
Als nächstes möchte der Arzt sicher wissen, ob in der Familie des Patienten schon einmal Akne aufgetreten ist. Je häufiger und schwerer die Krankheit in der Verwandtschaft aufgetreten ist, desto eher muss mit einem schweren Verlauf gerechnet werden. Bei einer solchen familiären Vorbelastung würde der Arzt bei schwerer Akne eher Tabletten mit Antibiotikum oder dem Wirkstoff Isotretinoin verschreiben, während bei fehlender familiärer Vorbelastung im gleichen Fall ein wirksames antibiotikafreies Gel ausreichend sein kann.

Vorliegen anderer Hauterkrankungen
Der Hautarzt wird sicher auch erfahren wollen, ob der Patient an anderen Hauterkrankungen leidet und ob Kontakt- oder Arzneimittelallergien vorliegen. Diese Information gibt dem Arzt Hinweise darauf, welche Arzneimittel prinzipiell in Frage kommen. Wenn der Patient schon einmal auf ein bestimmtes Medikament, etwa auf ein Antibiotikum, mit einer Allergie oder Unverträglichkeit reagiert hat, darf es natürlich nicht mehr zur Behandlung der Akne eingesetzt werden.

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